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Brandenburg ? alte Traditionen wiederbelebt
Montag, 1. Oktober 2007
ImageAller Anfang ist schwer: Die Brandenburg-Rundfahrt wurde zwar bereits zum vierten Mal ausgetragen, für die Jedermänner aber war es eine Premiere. Über vier Etappen führte ihre Brandenburg-Rundfahrt von Prenzlau über Zehdenick und Luckenwalde bis an die polnische Grenze nach Guben. Eine attraktive Strecke, nur das Teilnehmerfeld war dünn besetzt.

Zwischen 19 und 28 Teilnehmer trugen sich in die Startlisten der jeweiligen Etappen ein. 19 Rennfahrer kamen in die Gesamtwertung. Etwas mehr hatte man sich schon versprochen in Brandenburg, doch sah man den Dingen realistisch ins Auge: So etwas muss wachsen, genauso wie die eigentliche Branden-Rundfahrt selbst.

ImageDrei Jahre hatte die Rundfahrt, die bis dahin überhaupt erst dreimal ausgetragen wurde, pausieren müssen. Mal aus organisatorischen Gründen, mal aus finanziellen. Nun ist sie unter der Leitung von Gerd Müller (Burg) wiederbelebt und soll nun auch möglichst lange bestehen bleiben. Das jedenfalls ist das Ziel der Veranstalter, die aus der Vergangenheit gelernt haben.

„Eine Rundfahrt für Profis können wir auf Dauer nicht auf die Beine stellen“, sagt Gerd Müller, der sich mit seinem Team stattdessen dazu entschloss, den Nachwuchs in den Vordergrund zu rücken. Eine Rundfahrt für die U 23-Fahrer, die zugleich auch in die Bundesligawertung einfloss, haben sie jetzt kreiert und sind damit auf dem richtigen Weg. „Wir haben bereits zahlreiche Bewerbungen verschiedener Städte“, ist Gerd Müller ein wenig stolz.

ImageAuch organisatorisch geht man andere Wege: Die Finanzierung obliegt den Etappenstädten, die sich jeweils selbst um Sponsoren kümmern. Das Risiko ist so verteilt. Dennoch leidet auch die Brandenburg-Rundfahrt unter der aktuellen Situation. Zwei Sponsoren sprangen noch kurzfristig ab. Was zwar das Budget verkleinerte, die Rundfahrt aber nicht gefährdete.

Und wer denkt, eine Rundfahrt durch Brandenburg sei nicht anspruchsvoll, der wurde vor Ort eines Besseren belehrt. Es lag sicher nicht nur an der dünnen Besetzung, die die deutlichen Leistungsunterschiede noch stärker hervorbrachte, dass es zum Teil erhebliche Abstände gab. Aber die Bedingungen um Berlin herum haben ihren  eigenen Reiz.

ImageBerge sucht man hier zwar vergeblich, aber allein das wellige Profil, verbunden mit starkem Wind, und die Abschnitte mit grobem Kopfsteinpflaster haben auch bei den U 23-Fahrern für entscheidende Abstände gesorgt. Obwohl es bei den Nachwuchsfahrern meist auf eine Massenankunft hinauslief. Bei den Jedermännern aber gab es keine spektakulären Sprints.

Hier setzte sich durch, wer über langjährige Erfahrung verfügt, vor allem aber genügend Stehvermögen hatte, lange Zeit die Nase in den Wind zu stecken. Alles zusammen vereinte am besten der Wolfsburger Seniorenfahrer Uwe Kalz, der bei der Brandenburg-Rundfahrt für die Radgemeinschaft Berlin-Magdeburg startete. Drei der vier Etappen gewann er, die letzte, von Lübben nach Guben über 83 Kilometer, sogar als Solist.

ImageNur auf dem dritten Abschnitt, der über 120 Kilometer auf einem Rundkurs in und um Luckenwalde führte, ließ er seinem Teamkollegen, dem Magdeburger Toralf Baumgarten, generös den Vortritt. Beide waren bei kühler Witterung schon früh ausgerissen und hatten das Rennen an der Spitze bestimmt. In der Gesamtwertung hatte Kalz somit auch die Nase vor seinem Teamkollegen, Dritter wurde Christopher Hoffmann, der den Grundstein dafür auf der ersten und dritten Etappe legte, als er jeweils auf Rang drei ins Ziel kam.

Für viel Begeisterung sorgten auch die Nachwuchsrennen in Luckenwalde und Guben. Bei der „Kleinen Friedensfahrt“ trafen sich die Schulen zu Vergleichswettkämpfen. Lizenzierte Rennfahrer standen hier nicht am Start, es ging vielmehr darum, den Spaß an einer Sportart zu vermitteln, die in dieser Region eine Tradition hat. Denn selbst bei einer Rundfahrt, die im Vergleich zu Rennen mit professioneller Besetzung eher unbedeutend ist, standen ganze Schulklassen am Straßenrand. Wie einst bei der Friedensfahrt.  (rp)

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