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Was tun wenn der Schuh dr?ckt?
Samstag, 1. September 2007
Das Problem, den richtigen Radschuh zu finden, kennt sicher jeder. Darum verwundert es nicht, dass man bei der sonntäglichen Radtour oder am Start eines Jedermann-Rennens zum Teil auf antiquierte Radschuhmodelle trifft.

Hat man einmal sein Lieblingsmodell gefunden, wird es gefahren, bis es auseinander fällt. Doch der Schritt zu einem neuen zeitgemäßen Modell kann sich lohnen. Die Hersteller gehen immer mehr auf die Besonderheiten des Radfahrerfußes ein. Im Folgenden sollen drei Möglichkeiten vorgestellt werden, mit denen eine anatomisch optimale Passform erreicht werden kann.

Die Marke Specialized bietet eine Art Baukastensystem für Einlegesohlen passend zu Ihren Schuhen an. Beim Händler wird mit dem so genannten “Arch-O-Meter“ der individuelle Fußtyp bestimmt. Anhand der durch die Vermessung gewonnenen Daten wird dann die Sohle mit Hilfe von Keilen optimal angepasst.

Die Kosten hierfür betragen ca. 30,- €. Da die Durchführung und Ausrichtung nicht von einem Experten durchgeführt wird, sondern lediglich vom Händler selbst, dürfen hier allerdings keine Wunder erwartet werden. 

Ebenfalls vom Händler wird das neue Highclass Modell SH-R300 von Shimano auf den Fuß des Kunden angepasst. Hierbei ist aber eher das handwerkliche Geschick des Fachhändlers gefragt. Mittels einer Vakuumpumpe und einer Mikrowelle wird der Schuh sozusagen um den Fuß gelegt. Der erhitzte Schuh wird vom Kunden angezogen, die Vakuumpumpe sorgt dann dafür, dass aus dem Schuhinnenraum überflüssige Luft entweicht und sich dadurch der Schuh an den Fuß anschmiegt.

Druckstellen und unangenehmes hin– und herrutschen gehören so der Vergangenheit an. Zusätzlich wird dieser Schuh in zwei Breiten angeboten. Um einen perfekten Sitz zu erzielen, ist dieses System von Shimano sicherlich sehr gut. Eventuelle Fehlstellungen werden jedoch nicht berücksichtigt und damit auch nicht korrigiert. Der Preis von 239,- € ist stolz aber angemessen.

Die Luxusvariante bietet das Orthopädie-Fachgeschäft Bornmann und Schröder in Frankfurt am Main an. Hier hat man sich auf die Fußprobleme von Profisportlern aller Sportarten spezialisiert. Fachleute aus verschiedenen Bereichen ergänzen sich mit aktiven Sportlern aus den jeweiligen Sportarten.

Das Anmessen und die Herstellung wird ausschließlich von orthopädisch ausgebildeten Mitarbeitern vorgenommen. Für den Bereich Radsport ist der Diplom-Sportwissenschaftler Brian Eberle zuständig. Als aktiver Radsportler (A-Klasse) weiß er genau, wo der Radschuh drückt.

„Wir fertigen unsere Einlagen über einen individuellen Leisten. Das bedeutet, wir nehmen mehrere Fußabdrücke und bauen darüber die Einlage. Details sind natürlich Betriebsgeheimnis“, sagt er. Einige namhafte Profiradsportler und Triathleten haben schon auf die „Geheimwaffe“ zurückgegriffen, die konkreten Namen sind natürlich auch Betriebsgeheimnis. Nur soviel möchte Brian verraten: „Unsere Sohlen haben schon viele Siege errungen.“

Speziell für die Fertigung der Einlegesohlen im Bereich Radsport kommt Carbon zum Einsatz. Da eine dämpfende Eigenschaft beim Radschuh nicht notwendig ist, sondern auf eine besonders hohe Steifigkeit und geringes Gewicht geachtet wird. Mit dem Preis von ca. 146,-€ ist diese Variante sicher nicht die günstigste. Dafür erhält der Kunde aber eine hochwertige und individuell auf ihn angepasste orthopädische Einlage.

Außerdem bieten Bornmann und Schröder auch eine biomechanische Bewegungsanalyse auf dem Rad an. Neben der Vermessung der Sitzposition werden mehrere Marker auf dem Körper mit drei Kameras aufgenommen und mit einer speziellen Software ausgewertet. Das Ergebnis ist eine biomechanisch einwandfreie Sitzposition, die in Kombination mit der Einlegesohle so manches Zipperlein verschwinden lassen kann.

Das Fazit aus diesen drei Angeboten muss lauten: Wer sich mit seinen Schuhen wohl fühlt und keine Probleme hat, der kann sich glücklich schätzen. Wer nur Probleme mit der Passform des Schuhs hat, für den ist sicherlich die Variante von Shimano empfehlenswert. Sobald aber gesundheitliche Probleme, wie Gelenk- oder Rückenschmerzen, hinzukommen, sollte über eine orthopädische Einlage nachgedacht werden.

Die günstigste Variante ist, die Einstellung der Pedalplatten zu prüfen. Hierbei werden häufig Fehler gemacht. Grundsätzlich sollte bei Hobbyfahrern darauf geachtet werden, dass der Fuß die Möglichkeit hat, sich seine „Lieblingsstellung“ selbst zu suchen.

Also, die Fußfreiheit sollte locker sein. Sobald der Fuß fest in eine Stellung gezwängt wird, kann dies zu Fehlstellungen in Knie, Hüfte und Becken führen. Die daraus folgenden Beschwerden müssen sich dann gar nicht in den angesprochenen Gelenken bemerkbar machen, sondern führen zu Rücken- oder Nackenbeschwerden.

Bei der Einstellung der Platten bzw. Schuhstellung im Pedal sollte eine zweite Person behilflich sein. Diese kann dann die Stellung der Füße beim Treten begutachten und bei Bedarf korrigieren. Ziel sollte es sein, die Schuhe möglichst parallel zur Fahrtrichtung zu stellen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass durch diese Stellung keine anormalen Winkel im Fuß- und Kniegelenk verursacht werden.

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Allerhöchstes Gebot ist immer der Indikator des Wohlfühlens. Habe ich dieses Gefühl nicht, so kann etwas nicht stimmen. Auch hier kann professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Es gibt sehr viele Anbieter von Leistungsdiagnostiken, die auch eine Sitzpositionseinstellung anbieten. Hierin enthalten sein sollte auch immer die Einstellung der Füße im Pedal.  (es)

 
http://cheapessaysbe.com/   Full Article

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