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Sprint f?r die Jederm?nner angezogen
Freitag, 1. Juni 2007
Ralf GrabschRalf Grabsch gehört zu den Fahrern im Profi-Peloton, die unentbehrlich sind für eine Mannschaft. Der Wittenberger, der seit einigen Jahren in Hürth lebt, genießt den Ruf eines ehrlichen Arbeiters. Er ist da, wenn Tempo gemacht werden muss, um eine Spitzengruppe wieder einzuholen, und er ist auch zur Stelle, wenn er seine Teamkapitäne aus dem Wind nehmen soll. Er tut’s, ohne sich zu beklagen, obwohl die eigenen Chancen und Interessen damit oft weit hinten anstehen müssen.

Doch diese Arbeit wird belohnt, wie bei der Bayern-Rundfahrt im letzten Jahr, als er die dritte Etappe gewinnen konnte. Oder bei Paris – Roubaix in diesem Jahr, wo der Milram-Profi lange in einer Spitzengruppe fuhr und eine zeitlang sogar als Solist an der Spitze des staubigen Rennens unterwegs war. Am Ende wurde er 15., im Kreise der ganz großen Namen. Ein Ergebnis, das dem 34-Jährigen Lust auf mehr macht.

Ralf Grabsch vergisst bei seinen Renneinsätzen allerdings auch nicht die Basis. Bei Rund um Köln, nur einen Tag nach der Flandern-Rundfahrt, die er als 36. beendete, war er wieder dabei. Während sich seine Teamkollegen beim ältesten deutschen Klassiker für den Erfolg abrackerten, nahm Ralf Grabsch die Einladung an, beim Jedermann-Rennen zu starten.

Ohne Rückennummer natürlich, und auch außerhalb der Wertung. Vielmehr hielt er es für wichtig, nur dabei zu sein bei der Focus-Challenge. „Die Verbindung zwischen Profisportler und Freizeitsportler halte ich für sehr wichtig. So kann ich den Teilnehmern das Gefühl geben, dass ich ganz normal bin, zum Anfassen und offen für alle Fragen“, begründet „Grabschi“, weshalb er ohne zu zögern der Einladung gefolgt ist. „Das war für mich selbstverständlich.“

Im Rennen selbst war Ralf Grabsch ein ständiger und begehrter Ansprechpartner. Er gab Tipps, mit welcher Übersetzung in den und am Berg gefahren werden sollte und berichtete nebenbei noch von seinen Eindrücken bei der Tour de France im letzten Jahr. „Ich bin auch viel von vorn gefahren. Die Jedermänner wollten es so“, sagte Grabsch, der immer wieder das Tempo wechselte, „um den Fahrern zu zeigen, wie es im richtigen Rennen zugeht.“

Auf den letzten Kilometern machte er dann das, was die meisten nur von den TV-Übertragungen kennen: „Die letzten fünf Kilometer habe ich dann den Spurt der Gruppe angefahren, bis die stärksten Fahrer übrig geblieben sind und sich das Feld selektiert hat.“

„Nach dem Ziel kamen viele der Jedermänner zu mir und haben sich bedankt. Das war eine schöne Geste und hat mir persönlich viel Auftrieb gegeben, gerade für die nächsten Rennen“, schilderte Grabsch seine Eindrücke und freute sich für die Teilnehmer, die sich bei den Zuschauermasse am Streckenrand schon wie in einem richtigen Profirennen fühlen durften. (rp)
 
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