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Jetzt bin ich auch ein Jedermann...
Samstag, 1. September 2007
In Hamburg schloss sich im August ein Kreis! Dort fuhr ich an meinem 33. Geburtstag im Jahr 2000 mein letztes wichtiges Radrennen - und an gleicher Stelle startete ich 7 Jahre später zum ersten Mal bei einem Jedermann-Rennen.

Die übliche Nervosität, die bei meinen Jedermann-Kollegen vom „Meridien Spa Team“ allgegenwärtig schien, wollte sich bei mir allerdings nicht einstellen.
Ich wollte schließlich keine Zeitvorgaben erreichen, sondern vor allem Spaß haben und den Teamkollegen mit Tipps und Tricks auch während des Rennens zur Seite stehen. Dass ich die 100 Kilometer schaffen würde, daran hatte ich keine Zweifel.

Viel gehört hatte ich natürlich schon von solchen Veranstaltungen, und letztlich bestätigte sich alles.

Es macht einen Riesenspaß, mit 1000 Leuten gleichzeitig loszuheizen, und gerade wenn man nicht auf die eigene Leistung fokussiert ist, dann hat man auch Zeit für kurze Gespräche und kann es dann und wann etwas „ruhiger“ angehen lassen…damit ist gemeint, sich auch mal fünf Minuten lang im Windschatten aufzuhalten und nicht immer Vollgas durch die Führung zu brettern.

Stürze gab es auch und die, die ich gesehen habe, kamen alle zustande, weil den Teilnehmern Praxis und Übersicht fehlten. Viele schauten nur auf sich und waren dazu eher Durchschnitt, was das Handling des Fahrrades anging – man erwartet natürlich von niemandem Stuntman-Qualitäten, aber wer eben unsicher ist, sollte dann nicht versuchen, in der Kurve innen durchzustoßen um noch drei Platze gut zu machen…

Die „Angefressenen“ waren mein persönlicher Horror!

Da fuhr ich in meinem Starterfeld mal ganz hinten und just in diesem Moment kamen die Ersten des nach uns gestarteten Blocks. In einer engen Ortsdurchfahrt wurde gebrüllt: „ Weg da, bleib rechts! – Platz machen!…“ und all diese Dinge. Nachdem diese Heinis einige der Ungeübten schwer bedrängt hatten und dadurch fast Stürze produziert hätten, ging es am Ortsausgang leicht bergan…leicht, wohlgemerkt – denn Hamburg hat nun einmal keine Alpen!!

Die eben noch lamentierenden „Schnellen“ entpuppten sich als das, was man in Köln als eine Luftpumpe bezeichnet. Gerade so konnten sie die Position halten - aber an meinem Hinterrad an die Spitze fahren (es war Gegenwind!), das konnten sie nicht.

Daher mein Appell an alle: Nehmt doch bitte mehr Rücksicht aufeinander – und egal wie gut ihr (glaubt das „ihr“) seid es gibt immer welche, die besser sind. Daher spielt nicht den dicken Max, sondern respektiert eure Mitfahrer – auch wenn diese Konkurrenten sind. Sport im Allgemeinen und Jedermann-Sport im Besonderen sollte ALLEN Spaß machen.

Ich für meinen Teil hatte einen tollen Tag und werde sicher demnächst noch einmal an solchen Jedermann-Rennen teilnehmen.

Bis dahin alles Gute – bis zum nächsten Rennen…
 
Marcel Wüst
 
 
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