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Dresden - Auch im Regen eine Reise wert!
Samstag, 1. September 2007
ImageBei doch eher widrigen Witterungsbedingungen fand am Sonntag den 29.07.07 im Rahmen der 23. internationalen Sachsentour das 2. Erdgas Race statt. Rund 1000 Starter, verteilt auf zwei Streckenlängen, nahmen die Herausforderung an. Um 8.40 Uhr fiel direkt neben der Semperoper der Startschuss für die 120 Km Runde.

Eine Besonderheit war sicher der Einstieg für die kürzere 60 Km Runde. Ein Shuttle brachte die Teilnehmer der "Sprintstrecke" zum Einstieg in Bärenstein. Dort angekommen wurde das Warmfahren - professionell angeheizt von Streckensprecher Frank Schneider - durch intensives Anfeuern der „Langstreckler“ ersetzt, welche zu diesem Zeitpunkt schon einige schwere Anstiege in den Beinen hatten. Hinzu kam, dass der einsetzende Regen die Abfahrten erschwerte. So hatte sich das Feld an diesem Streckenabschnitt bereits stark aufgesplittet.

Die „Sprinter“ scharrten schon mit den Hufen und konnten dann auch mit etwas Abstand auf die Spitze der „Langstreckler“ starten. Der Verlauf der Strecke war in weiten Teilen identisch mit denen der Profistrecke vom selben Tag. So blieb den Hobbyfahrern auch der gefürchtete Anstieg zur Altenberger Bobbahn nicht erspart.
Als Belohnung für die Strapazen warteten oben fleißige Helfer an der Verpflegungsstation, um neue Energie in den verschiedensten Varianten anzubieten. Wer etwas Zeit mitbrachte und das Rennen nicht ganz so ernst nahm, hätte sogar etwas Gegrilltes an einem Stand neben der Strecke ergattern können. Der Duft, der von diesem Stand zur Verpflegung rüber wehte, dürfte etwas surreal zum Geschmack der Banane gewirkt haben.  

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Das Wetter meinte es wirklich nicht gut mit den ambitionierten Radsportlern, denn nun hatte es sich so richtig eingeregnet. Die Optimisten, die am Start noch ganz selbstbewusst ihrer Wetterkenntnis gegenüber Ärmlinge, Weste etc. zurück gelassen hatten, wünschten diese nun zurück. Denn auf Grund der Höhe des Wintersportortes und des Regens waren die Temperaturen deutlich gesunken. Die nun folgende Abfahrt kühlte die Körper weiter aus.

Wer gedacht hatte, mit dem Anstieg in Altenberg das Schlimmste bereits überstanden zu haben, der hatte sich leider getäuscht. 10 Kilometer vor dem Ziel hatte der Veranstalter noch eine nette Gemeinheit eingebaut. Der Anstieg nach Pesterwitz mit sehr anspruchsvollen 15% Steigung auf 300 m kam wie gerufen für die nach doch recht langen Abfahrten ziemlich ausgekühlte Muskulatur.

An diesem Streckenhighlight hatten sich dann auch zahlreiche Zuschauer versammelt, um Frauen und Männer leiden zu sehen. Ohne das Klatschen und die aufmunternden Worte wäre der eine oder andere vom Rad gestiegen und hätte lieber geschoben. Doch unter den Augen der Fans geht das ja nun gar nicht.

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Mit der „Mauer von Pesterwitz“ war dann der letzte Höhenmeter erklommen und es ging rasant in Richtung Elbufer. Bei der Zielanfahrt warteten dann noch Hindernisse ganz anderer Art auf die Fahrer, ca. 3 Km vor dem Ziel galt es, achtsam zu sein, denn dort verliefen Straßenbahnschienen parallel zur Streckenführung.

Nino Ackermann vom Team Blue Essentials ließ sich auch davon nicht beeindrucken und fuhr wie auf Schienen zu seinem Sieg - in der Zeit von 03:19:53. Schnellste Frau wurde Annika Grüber vom Team Agapedia Münsterland. Sie brauchte 03:41:50 für die sehr anspruchsvolle Strecke.

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Bernd Klopsch vom Team Bikehouse Scheibe war von dem Renntag trotz des schlechten Wetters begeistert. Er hatte im Vorfeld bereits einige Streckenabschnitte im Training fahren können. Dies gab er als kleinen Vorteil an: „ Bei so einem Sauwetter ist es gut zu wissen, welche Kurve gefährlich ist.“ Mit seiner Platzierung ist er sehr zufrieden und hofft auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Lobend erwähnt wurde von Bernd Klopsch die gute Absperrarbeit der vielen Helfer: „Die Leute mit den gelben Fahnen und den Trillerpfeifen, das war wie im Fernsehen bei den ganz großen Rennen.“

Ein ganz großes Rennen im Jedermann-Kalender kann auch der Erdgas Raceday werden. Die Strecke ist sehr selektiv und landschaftlich reizvoll, die Organisation gut und bei besserem Wetter werden, da bin ich mir sicher, auch mehr Zuschauer die Strecke mit Leben erfüllen.

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Dresden ist eine Reise wert und wer in dieser schönen Stadt nur Augen für das Hinterrad seines Vordermanns hatte, ist selber Schuld. (es)

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http://www.clefdeschamps.info/   http://www.grenzdenkmaeler.de/

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