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Finale der Deutschland Tour
Samstag, 1. September 2007
ImageDer Edeka Raceday in Hannover war gleichzeitig das 14. Rennen der T-Mobile Cycling Tour 2007. Der neutralisierte Start erfolgte am Sportpark Hannover, knapp 2 Kilometer Luftlinie vom späteren Ziel entfernt. Der Startort war abseits vom Trubel im Zielbereich gut gewählt. Über 900 Teilnehmer freuten sich bei idealem Radsportwetter auf den Beginn des Rennens. Leider haben nur wenige Freunde und Angehörige ihre Fahrer zum Start begleitet.

In Hannover ging es nicht nur um die Tageswertung, sondern auch um die Gesamtwertung der Deutschland-Tour 2007. Nach der T-Mobile Mountain Challenge am Rettenbachferner und dem Giant Time Trial in Fürth war der Edeka Raceday in Hannover die dritte Etappe in dieser Mini-Rundfahrt. Nicht sehr gut lief der Tag für Franco Adamo vom Team Strassacker.

Normalerweise war er als Begleiter für Martina Höllige vorgesehen. Doch ein Defekt am Bremsgriff, zerstörte alle Planungen bereits in der Anfangsphase des Rennens. So bog er an der Abzweigung zur 50 km Runde ab, um kein Risiko einzugehen. „Mit  einer defekten Bremse auf die lange Runde zu gehen, wäre unverantwortlich gewesen. Schade für unsere Planungen, doch Sicherheit geht vor“ meinte Franco Adamo, der an diesem Tag noch viel Grund zum Jubeln, aber auch zum Klagen hatte.

Sprecher als Anheizer

Bereits bei der Aufstellung hatten einige Fahrer Defekte. Der Begleitwagen der T-Mobile-Cyclingtour half beim Wechsel von Schläuchen, und mit knapp zwei Minuten Verspätung konnte die Fahrt dann endlich losgehen. Am Ende der Neutralisation folgten schnell die ersten Angriffe. Während die Teilnehmer  auf den Strecken über 64 km und 96 km in größeren Feldern fuhren, bildeten sich auf der 50 km Strecke sehr schnell einzelne Gruppen.

Eine vierköpfige Spitzengruppe konnte schnell einen deutlichen Vorsprung herausfahren und bis ins Ziel verteidigen. Im Sprint entschied Ralf Pätzold das Rennen für sich. Zweiter wurde Otto Meyerhoff, Dritter Detlev Kussin. Rund sechs Minuten später erreichte Sandra Köhler als erste Frau die Ziellinie. Kurz dahinter folgten Anett Pommer, sowie Antje Vogelgesang auf den Plätzen.

Im Rennen über 64 km machte dann eine Gruppe von über 20 Fahrern den Sieg unter sich aus. Oliver Prochnow gewann hier vor Heiko Reski und Mario Matysiak in der Männerklasse. Janina Handkammer war die Solosiegerin bei den Frauen. Sie konnte einen kleinen Vorsprung vor Isabel Sayle und Judith Cramer herausfahren.

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Noch spannender wurde es bei den Teilnehmern über 96 km. Noch 10 km vor dem Ziel bestand die Spitze aus über 100 Fahrern. Auf dem letzten Kilometer machten sich immer noch fast 90 Fahrer Hoffnungen auf den Sieg. Der Schnellste war dann Nico Wernicke, vor Michael Rademacher und Thomas Karwig.

In dieser Gruppe war auch die schnellste Frau, Gundula Henning, vertreten. Damit sicherte sie sich den Tagessieg vor Annika Grüber und Manuela Haverkamp. Hunderte Fahrer wurden bei der Zieldurchfahrt mit ihrem Namen begrüßt, so etwas macht das Besondere an einem Jedermann-Rennen aus.

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Auch wenn nicht sehr viele Zuschauer die Fahrer bejubelten, der Sprecher heizte die Stimmung immer wieder an. Eine tolle Leistung. Auch über den Rennverlauf der kleinen und der großen Tour hielt er die Zuschauer stets auf dem aktuellen Stand. Nur bei den Fahrern der 64 km Runde schien man den Überblick verloren zu haben, der Zieleinlauf der ersten wurde verpasst.

Keine Siegerehrung für die Tagesbesten

Bei der abschließenden Siegerehrung gab es dann Proteste der Fahrer und Buhrufe aus dem Publikum. Durch Probleme mit der Zeitnahme wurde die Siegerehrung um gut 30 Minuten verschoben. Laut Veranstalter war eine eindeutige Rangfolge nicht in allen Klassen möglich. Daher wurde beschlossen, auf die Ehrung der Tagesbesten zu verzichten, um spätere Probleme zu vermeiden. Publikum und Fahrer/innen waren damit jedoch nicht einverstanden.

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„Bei den Männern der 96 km Strecke war doch alles klar, die drei Ersten standen fest. Nun komme ich nach Hause, habe gewonnen und erkläre meiner Familie, dass der Preis irgendwann mit der Post kommt. Dafür fahre ich die Jedermann-Rennen nicht mit“, meinte ein ziemlich enttäuschter Nico Wernicke vom Team Strassacker. Dr. Mike Wilde, der zuständige Etappenort-Manager, versuchte, die Fahrer zu beruhigen, was ihm jedoch nicht gelang.

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Geehrt wurde dennoch. Laut Veranstalter hatten die Ersten der Männer- und Frauenklasse in der Gesamtwertung genug Vorsprung, um die Serie siegreich abschließen zu können. Daher bekamen Günter Höllige vom Team Strassacker, sowie Annika Grüber vom Team Agapedia Münsterland, ihre Trikots als Gesamtsieger der Deutschland Tour 2007.

Der Edeka Raceday in Hannover war wieder eine typische Rahmenveranstaltung eines Profirennens. Das Rennen wurde perfekt ins Programm integriert, zum Ende hin gab es jedoch ähnliche Probleme wie bei anderen Veranstaltungen. Ab der Zieldurchfahrt wurden die Belange der Fahrer zuwenig berücksichtigt. Für die Profis ist nach der Zieldurchfahrt der Arbeitstag beendet. Durch ihre Betreuer erfahren sie, ob sie noch zu einer Ehrung bleiben müssen oder ins Hotel fahren können. Der Tag ist abgehakt.

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Für die Jedermänner beginnt jedoch noch der zweite Teil. Sie analysieren das komplette Rennen gemeinsam mit ihren Freunden und Mitstreitern. Neben den Klassementfahrern für die T-Mobile Wertung gibt es bei jeder Veranstaltung viele Fahrer, für die das Rennen der Höhepunkt des Jahres ist. Der Empfang durch den Sprecher war sehr gut, danach brach die Betreuung der Jedermänner leider ab. (ws)

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