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Rund um Wiesbaden
Dienstag, 31. Juli 2007
ImageRund um Wiesbaden im Rahmen der Deutschen Meisterschaft war bereits die achte Veranstaltung der T-Mobile Cycling Tour 2007. Der Startort  am Kurhaus war optimal gewählt und von der Autobahn aus sehr gut zu finden, wenn die Hinweise des Veranstalters beachtet wurden.  Ein zentraler Platz ohne viele Wege, dazu nur durch die Straße vom Einkaufszentrum entfernt.

Bei der Anmeldung gab es keine Probleme, es waren genug Anmeldetische vorhanden. Lange Schlangen waren kein Thema, bei aufkommenden Fragen waren die Helfer schnell zur Stelle.

Selektive, aber gefährliche Strecke 

Die Aufstellung erfolgte 1,2 km vor dem Ziel, am Anfang einer sehr langen Zielgeraden. Bei knapp 900 Teilnehmern war eine Startgruppe etwas riskant, nach wenigen Kilometern bildeten sich dann jedoch die Gruppen nach ihrer Leistungsstärke.

Vom Kurhaus verlief die Strecke über die Sonnenberger Straße Richtung Wiesbaden Sonnenberg über die K 647 Richtung Wiesbaden Rambach bis hin zur B 455. Über die B 455 führte die Strecke Richtung Bierstadt und weiter Richtung Wiesbaden Zentrum. Fast am Hauptbahnhof von Wiesbaden angekommen, führte die Strecke Richtung Wilhelmstraße. Eine Runde hat eine Länge von 19 km.

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Die Steigung nach Sonnenberg ist kein richtiger Berg, doch sie zieht sich und so unterschätzen viele Fahrer den Anstieg und müssen in den folgenden Runden der Strecke Tribut zollen. Die Streckenlänge konnte jeder Fahrer selber bestimmen.

Wer keine fünf Runden zu 19 km fuhr, wurde bei der 57 km Strecke gewertet. Wer also in den Runden vier und fünf stürzte oder einen Defekt erlitt, wurde noch nachträglich dem Ergebnis der kleinen Runde zugeteilt. So konnte es allerdings passieren, dass der Sieger nach drei Runden in der Wertung nachträglich nach hinten abrutschte.
Problematisch waren allerdings Baustellen und Verkehrsinseln auf der Strecke.

In der ersten Kurve hinter dem Ziel tauchte eine Baustelle auf. Ordner oder Hinweise auf diese Gefahrenstelle gab es nicht. Ein Wunder, dass hier nichts passiert ist. Anders sah es an einer weiteren Baustelle rund 4 km hinter Start und Ziel aus, hier erfolgte zumindest in den weiteren Runden nach einigen Stürzen eine Markierung durch Flatterband sowie der Einsatz Polizisten. Baustellen und ungesicherte Verkehrsinseln sind ein zu großes Risiko für ein Jedermann-Rennen, immerhin sind hier die Fahrerfelder sehr groß, dazu fahren noch viele unerfahrene Teilnehmer im Feld mit.

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Schon in der ersten Runde teilte sich das Feld in mehrere Gruppen und viele Einzelfahrer.  Bei der ersten Zieldurchfahrt bestand die Spitzengruppe noch aus etwa 100 Fahrern. Jede Runde wurden es weniger. In der letzten Runde attackierte dann das Team Strassacker an der Steigung und die Spitzengruppe zerfiel komplett. Günther Höllige und Marc Leischner vom Team Strassacker setzten sich deutlich vom Rest des Feldes ab und feierten einen Doppelsieg.

Den Sprint um Platz drei gewann Nino Ackermann vom Team Blue Essentials. Bei den Frauen siegte Annika Grüber vom Team Agapedia Münsterland, vor Elin Amundsen und Judith Cramer vom Lexxi TeamBikeWear.com. Der erste Platz in der Mannschaftswertung ging ebenfalls an das Team Strassacker.

In der Wertung über drei Runden siegte bei den Frauen Mandy Platzdasch, vor Nicole Markenbeck und Nicole Weinkötz. Bei den Männern war Heiko Hefner vor Thomas Sollich und Gerhard Hack erfolgreich. Die Teamwertung gewann hier der RC Bierstadt.

Schwächen nach dem Rennen


Nach dem Rennen zeigten sich dann leider einige Schwächen in der Organisation. Die Helfer möchte ich hier von der Kritik ausnehmen, sie leisteten sehr viel, konnten aber Fehler in der Planung natürlich nicht mehr ändern.
Gab es bei der Anmeldung noch mehrere Tische, so hatten die Fahrer/innen nach ihrem Rennen nur eine Stelle, wo sie die Transponder wieder zurückgeben konnten. Es bildete sich rasch eine lange Schlange und viele Teilnehmer waren unzufrieden, auch weil es hier nichts zu essen gab.

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Proteste gab es dann bei der Siegerehrung. Viel Aufmerksamkeit bekamen bei der Siegerehrung zwei spezielle Gruppen des Rennens. Zum einen ein Team der Fans gegen Doping sowie das  I Kidney You Team,  eine Aktion, um auf das Problem Nierenerkrankungen/ Dialyse/ Transplantation aufmerksam zu machen.  Diese beiden Gruppen wurden bei der Siegerehrung vorgestellt und gewürdigt. 

Leider blieb dann keine Zeit mehr, um die Jedermänner gebührend zu ehren. Zwar wurden die einzelnen Alterklassen der 95 km Strecke ebenso berücksichtigt wie die Sieger der Mannschaftswertung. In der Gesamtwertung wurden jedoch auch nur der Sieger und die Siegerin geehrt. Schade, wenn ein Podest für drei Sportler bereitsteht und Platz zwei und drei nicht besetzt waren.

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Die Ehrung für die kleine Strecke wurde gar nicht durchgeführt. Bitter für die Teilnehmer, die 30,- Euro oder 35,- Euro Startgeld bezahlen und dann so schnell abgeschoben werden. Auf der Website des Veranstalters wurden an diesem Wochenende vier Berichte zu den Veranstaltungen veröffentlicht, leider fanden auch hier die Jedermänner trotz sehr guter Leistungen keine Berücksichtigung.

Die Organisatoren hatten es in diesem Jahr sicherlich nicht leicht, die Deutschen Meisterschaften der Profis standen im Focus der Presse. Auch die Stimmung war trotz der Nähe zur Innenstadt sehr gedämpft. Doch die Jedermänner haben mehr Aufmerksamkeit verdient als sie in Wiesbaden erhalten haben. Die Ansätze mit Startort und Streckenverlauf waren sehr gut und mit einigen Streckenposten und kleinen Änderungen kann Wiesbaden eine große Veranstaltung werden. Besonders, wenn die Baustellen auf der Strecke verschwunden sind. (ws)

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