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Grand Fondo Pinarello
Mittwoch, 1. August 2007
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Von den Grand Fondos in Italien hatte ich schon viel gehört. Jedermann-Rennen, mit Fahrern vom Neuling bis zum Profi, das musste ich unbedingt mal mitfahren. Die Auswahl an Veranstaltungen ist sehr groß, mehrere Rennen an einem Tag sind keine Seltenheit.



An welchen Grand Fondo ich teilnehmen würde, war von Anfang an klar. In die Heimat meines neuen Pinarello ging es, nach Treviso. Am 14. Juli war es dann soweit, Start und Ziel in Treviso, dazwischen 209 Kilometer mit acht Anstiegen, die bis zu 20 Kilometer lang waren.

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Zum Start um 7 Uhr morgens war schon die Hölle los. Radsportverrückt ist wohl die einzig richtige Bezeichnung für das, was schon am Start abging. Viele Zuschauer und sogar Musikanten, die uns in Stimmung brachten. Am Start tausende Fahrer, die alle in Topform schienen.

Ich hatte einen Startplatz im VIP-Bereich, ganz vorne bei den Profis. Ich stand zwischen Fahrern wie Michele Bartoli, Lorenzo Bernucci vom T-Mobile Team und Luciano Pagliarini von Saunier Duval. Neben Emanuelle Sella von Panaria, startete auch Fausto Pinarello. Der Inhaber der Firma Pinarello hatte natürlich die Startnummer 1.

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Leider konnte ich kein italienisch, so musste ich die Fernsehteams enttäuschen, die vor dem Start ein Interview mit mir machen wollten. Als sich die vielen netten Frauen aus dem Startbereich zurückzogen, war klar, dass es bald losging.  Ein Ferrari als Führungswagen, das gibt es wohl nur hier.

Viele Begleitmotorräder mit Trinkflaschen, Materialfahrzeuge mit Ersatzlaufrädern, und alle zehn bis 20 Kilometer eine Verpflegungsstelle mit reichlich Auswahl. Sogar Wein und Käse konnten die Fahrer dort bekommen. Ich wollte jedoch nicht anhalten, sondern eine gute Platzierung herausfahren. Fahrer, die einen Defekt hatten, bekamen sofort Hilfe, entweder von den Begleitfahrzeugen oder von den vielen Zuschauern an der Strecke.

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Das Rennen mit vielen Weinbergen entlang der Strecke war einfach traumhaft, allerdings auch sehr schnell. In Italien wurde das Rennen live im Fernsehen übertragen, da wollte natürlich jeder sein Bestes geben, wenn die TV-Motorräder in der Nähe waren.


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Am dritten Anstieg haben die Profis dann richtig aufgedreht, die Spitzengruppe reduzierte sich auf 20 Fahrer, auch ich konnte das Tempo mitgehen. Wenig später verpasste ich leider den Angriff einer zwölf Fahrer starken Gruppe. Nach 140 Kilometern attackierte ich am Berg und versuchte, die Spitze noch zu erreichen.

Nach einer Alleinfahrt von über 60 Kilometern, wurde ich dann vier Kilometer vor dem Ziel von einer kleinen Gruppe gestellt. Im Sprint dieser Gruppe belegte ich Platz vier, damit wurde ich 18. des Rennens und Sieger der Alterklasse unter 25 Jahren.


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Zwischen lauter italienischen Teams steht auf der Ergebnisliste nun ein Fahrer aus Luxemburg. Nach der Ankunft in Treviso wurden wir wie Helden vergöttert, die Leute liefen uns mit Essen nach, für alles war gesorgt. Was für ein Tag, ein Erlebnis dass man nie wieder vergisst.

Nico Schinker


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Nico Schinker (20) ist ein luxemburgischer Radrennfahrer. In der vergangenen Saison fuhr er für das Continental-Team Differdange. Anfang der Saison wechselte er zum Cycling Team Belvaux und konnte neben diversen zweiten und dritten Plätzen bereits sechs Rennen für sich entscheiden.

Mehr Informationen über Nico Schinker:
http://essaytop.technology/

Mehr Informationen über das Rennen:
http://www.gracebaptistpartnership.org.uk/

 
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