1. Etappe
Montag, 22. Juni 2009
ImageOh je, was mache ich bloß hier schoss mir morgen als der Wecker ging gegen 6.30h durch den Kopf. Völlig fehl am Platz. Egal. Heute, 21.06.2009, stand die erste Etappe von Graz nach Klagenfurt auf dem Programm. 174km und 2620Hm.Soviel bin ich noch nie gefahren. Kilometermäßig schon, aber nicht mit den Höhenmetern.

Nach dem Frühstück habe ich schnell meine Sachen zusammengepackt und in die Hotelhalle gebracht. Von dort wurden die Sachen in einem Wagen verstaut und in das nächste Hotel gebracht. Tonnen sind in dieser Tasche. Ich ziehe sie nur noch über jeden Hotelboden. Tragen ist nicht
mehr drin. Das Rad brauchte auch noch Luft, also hat Marc noch schnell eine Luftpumpe bei einem anderen Team organisiert und die Räder aufgepumpt. Nach dem man gestern Abend noch etwas verhalten mit den Teilnehmern in Kontakt getreten ist, klappt es heute deutlich besser. Ich fragte mich ja immer noch was ich hier mache.

Ein Mädel, Manuela, hatte schon im Hotel kennen gelernt und sie sagte, dass sie nur RTF fahren wollte. Na ja, dachte ich, solche Leute kennt man ja. Völlige Unterschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Also machte ich mich weiterhin auf die Suche nach glaubwürdigen Menschen, die mir klar machen konnten, dass auch sie hier völlig fehl am Platz sind. Nachdem wir zum Start am Schloss Eggenberg geradelt sind und ich noch ein wenig Probleme mit meiner Schaltung hatte, machte ich mich auch hier wieder auf die Suche, nach jemandem, der da mal nachschauen kann, da leider der Mechaniker krank geworden ist. Gesucht gefunden. Und... ich habe eine glaubwürdige Person gefunden, die anscheinend meine Leistungsstärke hat.
Wunderbar. Es geht mir etwas besser!

Um 9h wurde der Start freigegeben. Zügig ging es mit dem ganzen Feld durch Graz bis zum ersten Minianstieg. Tja, da war ich dann schon nach hinten herausgefallen, aber wen sehe ich bei mir. Manuela. Tat das gut. Jemanden als Motivationsstütze dabei zu haben. Also, machten wir zwei
uns zusammen auf den Weg. Es ging über einer ziemlich schottrigen Straße weiter. Baustelle. Der nächste platte Reifen war nicht fern. Es hat ein Glück keinen von uns beiden erwischt, aber jemand anderen. Für ihn war das Rennen nach ca. 20km leider vorbei. Ihm war wohl so schnell nicht zu
helfen, wie sich im Nachhinein herausstellte. Wir fuhren weiter und aus der Ferne sahen wir einen Mitstreiter, der leider vom Feld abreißen lassen musste. Wir nahmen in dann mit und machten uns zu dritt auf die Reise. Das Tempo passte.

Es ging weiter. Meist leicht wellig bis zum ersten langen Anstieg von 33km und zum Schluss 18% Steigung. Ich erinnere mich nur an Epstein in Frankfurt. das sind meines Wissens nach 19% und das über eine Strecke von 500m. Das hatte ich aber heftiger in Erinnerung, als heute die 18%, die auch noch sehr lang waren. Ich glaube, wir haben um die 1,5 Stunden gebraucht, bis wir in Soboth angekommen waren. Noch so ein Anstieg stand uns ja bevor. Aber alles, na ja fast alles, geht auch wieder runter. Die Abfahrt war schön, allerdings fand ich die Kurven schon sehr haarig. Besser etwas früher bremsen als zu spät. Unser Mitstreiter verließ uns auf der Abfahrt, da er etwas rasanter unterwegs war als wir zwei Mädels. Durch die anstehende Ebene machten wir uns eben wieder zu zweit auf den Weg. Abwechselnd fuhren wir im Wind.

Am Fuße eines Anstieges war eine so genannte AID-Station eingerichtet. Der Name gefiel mir schon auf den Roadbooks, die wir vor der Tour zugesendet bekommen hatten. Hier gab es Wasser, Cola, Bananen, Riegel, Gels. Alles was man für einen Anstieg eben so braucht. An der mittlerweile zweiten Station, trafen wir dann unseren Mitstreiter wieder und noch zwei. So machten wir uns zu fünft auf den Weg. Klasse, die Gruppe wurde etwas größer und es passt. Jeder gibt acht auf den anderen. Endlich habe ich das Gefühl, es schaffen zu können und das nicht alleine. Bei 60 Startern, kann es schnell mal sein, dass man alleine unterwegs ist. Diex hieß der nächste Anstieg. Ich glaube hier ging es im
Schnitt so ca. 10% hoch über 9km. Gefühlt 100%. Uffz, war ich schon platt, dafür rollte es noch ganz gut.

Viel es nach dem Anstieg nicht mehr passiert, abwärts ging es noch und kurz vor Ziel hatten wir alle Streckenabsperrwagen für uns. Sie setzen sich vor uns und machten uns bis zum Ziel jede Straße frei. Das war wirklich klasse.

Endlich gegen 16h waren wir im Ziel. Schnell noch eine Massage gegönnt und dann ab ins Hotel. Umziehen, Essen fassen. Kurzes Briefing zur nächsten Etappe. Das wird wieder heftig, aber ich denke jetzt, dass das alles machbar ist.

Also, bis morgen.
LG Britta
 
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